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Medikamente für Kinder: Das sollten Sie wissen

Schmerzmittel, Antibiotika oder Kortison: Hier erfahren Sie, wie Sie Arzneimittel für Kinder richtig anwenden und welche Risiken und Nebenwirkungen die Medikamente haben können


Bei der Therapie von Kindern mit Arzneimitteln gelten andere Regeln als für Erwachsene

Wenn es um Medikamente fürs Kind geht, sind Eltern oft sehr besorgt. Sie befürchten zum Beispiel, dass Nebenwirkungen auftreten können. Und dennoch machen sie bei der Gabe nicht selten etwas falsch. Das zeigt eine Studie der Universität von Sydney.

Australische Forscher befragten knapp hundert Mütter, Väter und Kindergartenerzieher, wie sie Kinder zwischen zwei und fünf Jahren bei bestimmten Symptomen mit rezeptfreien Medikamenten behandeln würden. Die Freiwilligen hatten zu entscheiden, wann sie eine Arznei verabreichten und bestimmten auch die Dosis. 61 Prozent hätten die falsche Dosis gegeben, fanden die Wissenschaftler heraus. Sieben Prozent hätten ein Medikament verabreicht, ohne Fieber zu messen. Nur 14 Prozent aller Teilnehmer waren in der Lage, in der jeweiligen Situation richtig zu handeln.


Forschung für die Kinder

Kinder sind keine kleinen Erwachsenen. So hat ihr Körper unter anderem einen anderen Fett- und Wasseranteil. Die Organe sind noch nicht ausgereift, der kindliche Stoffwechsel reagiert auf Arzneimittel manchmal ganz anders als der von Erwachsenen. Manche Medikamente wirken stärker, andere schwächer. Seit 2007 gilt in Deutschland eine EU-Verordnung, die Pharmaunternehmen dazu verpflichtet, Medikamente auch für Kinder zu testen. Die Dosierung muss für jede Altersgruppe neu erforscht und berechnet werden. Denn ob sich ein Arzneimittel für Babys oder erst für Kinder ab sechs Jahren eignet, ist natürlich ein großer Unterschied. Deswegen sollten Eltern ihre Hausapotheke auch regelmäßig auf den neuesten Stand bringen.

Vorsicht bei der Medikamentenwahl!

Ein einfaches Herunterrechnen der Tropfenanzahl ist also ein absolutes No-Go! Organismen von Kleinkindern können oftmals die enthaltenen Wirkstoffe und Substanzen von Erwachsenenmedizin nicht verarbeiten oder abbauen. Geben Sie Ihrem Kleinen nie eigenmächtig Ihnen unbekannte Medikamente. Besprechen Sie vorher mit dem Kinderarzt, welche Arznei und auch welche Verabreichungsform (zum Beispiel Saft, Zäpfchen, Tropfen, Tabletten) am sinnvollsten ist. Und die vorgeschriebene Dosierung müssen Sie auf jeden Fall einhalten.

Mitten im Arznei-Dschungel

Da ständig neue Medikamente entwickelt, erforscht und auf den Markt gebracht werden, ist es für Eltern gar nicht so leicht, den Überblick zu behalten. Hier können Sie sich über die wichtigsten Wirkstoffe informieren. Wann wendet man Paracetamol an? Ist die Angst vor Nebenwirkungen bei einer Antibiotika-Therapie berechtigt? Wann ist Kortison sinnvoll? Was genau sind Antihistaminika? Wie wirkt Ibuprofen? Auf diesen Seiten finden Sie die Antworten dazu.



Wichtige Medikamente auf einen Blick

Antihistaminika

Wirksam gegen Allergie-Symptome »

Ibuprofen

Schmerz- und Entzündungshemmer »

Kortison

Was Sie über den Entzündungshemmer wissen sollten »

Paracetamol

Der Schmerzstiller für kleine Patienten muss genau dosiert werden »

Mehr Informationen zu Arzneimitteln auf www.apotheken-umschau.de

Sie suchen Hinweise zu einem bestimmten Präparat? Die A bis Z Liste auf www.apotheken-umschau.de hilft Ihnen weiter »

Sandra Schmid / www.baby-und-familie.de; 01.09.2009, aktualisiert am 21.12.2010
Bildnachweis: Creatas/ RYF

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